10. Böhmisch-Sächsische Elbefahrt 2024

„Aller guten Dinge sind drei“ – nach zwei coronabedingten Absagen in den Jahren 2020 und 2021 sowie einer selbstverordneten zweijährigen Pause stand in diesem Jahr der 10. Auflage der Böhmisch-Sächsischen Elbefahrt nichts mehr im Weg; selbst die Wettervorhersage versprach für das Wochenende optimales Paddelwetter: Sonnenschein bei 22 bis 25 °C.

Am späten Nachmittag des Himmelfahrtstages trafen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Bootshaus ein; insgesamt sollten wir 20 werden. Neben einer starken Leipziger Gruppe hatten sich auch drei Gäste aus Hamburg auf den Weg ins ferne Coswig gemacht, so dass nicht nur die geplante Paddelstrecke international, sondern auch der Teilnehmerkreis länderübergreifend war.

Nachdem alle Boote auf den Bootsanhängern verstaut – an dieser Stelle ein herzlicher Dank an die SG Kanu Meißen e. V. für die Leihe ihres großen Bootsanhängers – und die Nachtlager im Bootshaus oder Auto eingerichtet waren, trafen wir uns bei Grillwurst und hausgemachten Salaten zur Fahrtenbesprechung. Alle organisatorischen Fragen waren schnell geklärt, der Onlinecheckin auf dem Campingplatz Děčín erledigt, so dass der Abend in gemütlicher Runde ausklingen konnte.

Am nächsten Morgen herrschte schon sehr zeitig Hochbetrieb auf dem Bootshausgelände. Bereits kurz nach 7.00 Uhr startete der erste Shuttlebus in Richtung Bahnhof Coswig, da die Hälfte der Gruppe mit Zug nach Ústí nad Labem fahren sollte. Vom beeindruckenden Gepäckvolumen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer doch etwas überrascht, wurde kurzfristig die Gruppe der Zugfahrer um fünf Teilnehmer aufgestockt, so dass letztendlich keine Packsäcke in Coswig zurückgelassen werden mussten.

Die Boote samt Gepäck und die Zugreisenden trafen fast zeitgleich und vor allem wohlbehalten in Ústí nad Labem-Střekov ein. Nachdem die Schlüsselstelle der Tour, der Material- und Personentransport, gemeistert war, und die Boote am Fuße der Burg Schreckenstein gepackt waren, konnte die Tour beginnen.

Die erste kulturelle Etappe begann zu Land und führte einen Teil der Gruppe zur Besichtigung der Burg Schreckenstein, ehe es dann die erste Stärkung bei böhmischer Küche im Restaurace Labská Bašta gab. Fast planmäßig 13.30 Uhr saßen alle in ihren Booten auf dem Wasser und die erste sportliche Etappe mit 26 km nach Děčín wartete auf uns.

Auf der Elbe ging es – nicht zuletzt aufgrund des guten Wasserstandes – zügig durch das schöne Böhmische Mittelgebirge, leider immer begleitet vom intensiven Verkehr auf der E442.

Auf dem Campingplatz in Děčín wurden wir sehr freundlich aufgenommen; eine Zeltwiese war für uns reserviert. Kenner der Fahrt wissen, dass Kemp Děčín seinen ganz eignen Charme hat: Wer schon immer mal unter einer Schnellstraße nächtigen wollte, hatte hier nun endlich Gelegenheit dazu. Zum Abendessen griffen wir auf die bewährte Gastlichkeit des Restaurace Kocanda Děčín zurück und konnten dort Paddelerlebnisse der älteren und jüngeren Vergangenheit austauschen.

Mehr oder weniger ausgeschlafen, aber dennoch pünktlich hatten wir bereits um 9.00 Uhr alle Boote mit Bootswagen an die Einsetzstelle transportiert. Leider befindet sich der Campingplatz rund 400 m entfernt, aber mit gemeinsamem Einsatz und Austausch der vorhandenen Bootswagen war auch diese Aufgabe schnell geschafft – die nächsten 37 Elbekilometer warteten schon auf uns.

Nachdem wir das Schloss Děčín und die Schäferwand – dort gibt es tolle Klettersteige – passiert hatten, wurde es endlich ruhiger im Elbtal und wir konnten bald die ersten Ausläufer der Böhmischen Schweiz bewundern. Zur schon recht zeitigen Mittagspause trafen wir gegen 11.00 Uhr in Hřensko ein. Leider wurden wir hier nicht vom ansonsten immer flinken Service der Böhmischen Restaurants empfangen – nach Mittagessen und Hörnchenkauf waren wir dann wieder ganz im Zeitplan.

Auf den folgenden Kilometern begleiteten uns die Felsformationen der Sächsischen Schweiz – vorbei an Schrammsteinen, Lilienstein, Königstein und Bastei erreichte unsere Paddelgruppe den direkt an der Elbe gelegenen Zeltplatz des Vereins Kanusport Dresden e. V.  in Wehlen. Hier wurden wir wieder in toller Umgebung freundlich empfangen und konnten unsere Zelte auf der Wiese, direkt an der Elbe aufschlagen. Kulinarisch wechselten wir beim Abendessen zur Sächsischen Küche und kehrten traditionell im Gartenimbiss Zur Habe ein. Nach der „Schnellstraßennacht“ in Děčín genossen alle die Ruhe inmitten der Sächsischen Schweiz.

Am nächsten Tag erwartete uns mit 50 km die längste Etappe. Bereits vor 9.00 Uhr waren die Boote gepackt und bei bestem Sommerwetter ging es auf Tour. Die Sächsische Schweiz hatten wir bis Pirna schnell hinter uns gelassen und bald kamen die Weinberge bei Pillnitz und das Schloß Pillnitz in Sicht. Auf der Strecke bis ins Dresdner Zentrum gab es erfreulich wenig Verkehr von Sportbootkapitänen, jedoch überraschten die Dampfer der Weißen Flotte mit der einen oder anderen Welle. Gleichwohl konnten wir recht unbeschadet den Ausblick auf die Elbhänge mit den Elbschlössern genießen konnten und schließlich im Fährgarten Johannstadt zu Mittag einkehren. Mit Unterstützung durch den aufkommenden Wind aus Südost – Rückenwind – durchquerten wir anschließend auf der Elbe die Dresdner Altstadt. Vorbei an der Gohliser Windmühle und Radebeul erreichten wir am Nachmittag das heimatliche Coswig.

Angekommen im Bootshaus wurde unsere Reisegruppe mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen empfangen, bevor nach diesem schönen Wochenende alle die Heimreise antraten.

Ein herzlicher Dank an das Organisationsteam und natürlich auch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum Gelingen der Tour beigetragen haben.

Steffen Lutzke

 

Auf Spreewaldrunde

Am 1. Mai 2024 ging es auf Paddeltour in den Spreewald – die „Spreewaldrunde“ hatten wir in diesem Jahr neu in das Wanderprogramm aufgenommen. Pünktlich 7.00 Uhr wurde der Bootsanhänger gepackt und mit 15 Minuten Verspätung – das sollten nicht die letzten Verspätungsminuten heute werden – starteten wir gegen 7:45 Uhr in Richtung Raddusch.

Halb zehn waren dann alle auf dem Wasser und es ging zunächst auf weniger touristisch erschlossenen Fließen entlang des Südumfluters durch teilweise sehr schmales und bewachsenes Gewässer. Nachdem diese Bewährungsprobe bestanden und die ersten Schleusen passiert waren, nahm der touristische Betrieb deutlich zu. Offenbar hatten nicht wenige andere Paddelfreunde anlässlich des Feiertages den Spreewald in Blick genommen. Das prima Wetter – 25 °C, Sonne satt sowie mehr oder weniger Wind – tat das Übrige.

Zu Mittag kehrten wir in Burg-Waldschlösschen ein und konnten neben der Stärkung auch den ersten Lochkartenabdruck für das Spreewaldabzeichen sammeln.

Eine Kenterrolle und mehrere tausend Paddelschläge später führte uns die Tour zum Kaffeetrinken nach Leipe – auch hier waren die Lokalitäten sehr gut besucht – und im Anschluss wieder zurück nach Raddusch.

In den Fahrtenbüchern konnten wir schließlich 22 km vermerken und kehrten gegen 19.30 Uhr – mit zwischenzeitlich 90 Verspätungsminuten – nach einem langen aber sehr schönen Tag ins heimische Coswig zurück.

Steffen Lutzke

Wetterkapriolen zum Sächsischen Anpaddeln

Zur Eröffnung der Kanusaison hatte im Auftrag des Sächsischen Kanuverbandes die SG Motor Leipzig-West am 16.03.2024 nach Leisnig auf die Freiberger Mulde eingeladen. Trotz nicht berauschender Wettervorhersagen reisten immerhin 150 Teilnehmer an – von Coswig waren wir Drei. Viele Boote vom Kajak und Kanadier bis zum Faltboot färbten die Startwiese bunt.

Die Eröffnung fand mit den üblichen Hinweisen bei strömendem Regen unter der nahen Straßenbrücke statt. Danach ging es schnell in die Boote, wo wir erst einmal vor anhaltender Nässe und Graupel geschützt waren.

Der Wasserstand war gut, so dass wir nach einer reichlichen Stunde bei zaghafter Sonne die Mittagsrast bei Schloss Podelwitz erreichten. Hier löffelten wir regen- und windgeschützt unter einem Dach die heiße Erbsensuppe mit Bockwurst. Nach der Nahrungsaufnahme und ein bisschen Quatschen mit den vielen Bekannten begaben wir uns auf die zweite etwas längere Etappe bis Grimma.

Die erste Zeit war es auch ein gemütliches Paddeln bei guter Strömung. Als wir uns aber nach einigen Kilometern einer schwarzen Wolkenwand näherten, überraschte uns ein heftiger Sturm mit peitschendem Regen. Diese unangenehmen Witterungsunbilden hielten sich bis kurz vor Grimma. Dort angekommen wurde mit Routine alles schnell verpackt und bald saßen wir zur Rückfahrt im warmen Auto. Fazit: Es war schön, alles hat geklappt, aber sehr anstrengend.

Wolfgang Thon

 

Start in die Paddelsaison

Der morgendliche Blick auf das Thermometer erklärte den Titel der geplanten Fahrt recht schnell: VOR-Saisonfahrt. Aber die 6 °C konnten nicht schrecken und wir trafen uns zu siebt um 8.00 Uhr am Bootshaus zum Beladen des Bootsanhängers. Eine halbe Stunde später war dann Start mit Auto und S-Bahn.

Der ÖPNV überraschte mit Pünktlichkeit, so dass die Paddelgruppe an der Fähre Kleinzschachwitz um 9.30 Uhr wieder vereint war und die Boote startklar machen konnte.

Schlag 10 ging es dann los: Bei anfangs noch recht trübem Wetter trug uns die noch hochwasserbedingt kräftige Strömung bei einem Elbpegel von 2,30 m schnell elbabwärts. Bald zeigte sich auch die Sonne und wir konnten den Blick auf die Stadt Dresden und die Elbhänge genießen. Hier gab es dank für noch frühen Natur anderes zu entdecken als bei sommerlichen Fahrten auf dieser Strecke.

Der geplante Mittagsstopp bei den Kanuten in Radebeul wurde mangels Steganlage abgeblasen und wir trafen bereits gegen 13.00 Uhr wieder am Bootshaus in Coswig ein.

Steffen Lutzke

2023 war ein gelungenes Paddeljahr

Unser Fahrtenprogramm des vergangenen Jahres war recht umfangreich und wurde fast vollständig erfüllt.  19 Kanuten erpaddelten laut Fahrtenbüchern insgesamt 10.013 km. Das ergibt einen Durchschnitt pro Paddler von 455 km. Davon sind allein 4600 km durch das regelmäßige Training von 7 Slalomfahrern zusammen gekommen.  Im Wanderfahrerwettbewerb des Sächsischen Kanuverbandes haben wir damit des 2. Platz von 22 Vereinen belegt.

Schon Mitte März setzten wir bei erträglichem Wetter unsere Boote  bei Pillnitz zu einer Tagestour in die Elbe ein. Diese Fahrt wiederholten wir noch 2 mal im laufe des Jahres.  Auch elbabwärts bis Riesa oder Strehla ging es mehrmals. Weitere interessante Tagestouren sahen uns auf der Freiberger Mulde, Vereinigten Mulde, Kleinen- und Schwarzen Elster. Mehrtagestouren mit Zelt oder Übernachtung in gastfreundlichen Bootshäusern führten ins anhaltinische Coswig oder nach Decin. Manche Mitglieder haben auch Fahrten im Rahmen ihres Urlaubs auf der Weser bis zur Nordsee, im Spreewald, nach Mecklenburg oder im Ausland unternommen. Einige machten auch zur Erreichung eines persönlichen Leistungszieles Fahrten nach Meißen und zurück, oder bis nach Magdeburg. Es war also immer etwas los.

Die verschiedensten Erlebnisse tauschten wir dann zum monatlichen Paddlertreff im Bootshaus aus und inspirierten uns gegenseitig.

Auch den vielseitigen Fahrtenplan für 2024 erarbeiteten wir dort gemeinsam und werden ihn mit Paddelschlägen erfüllen.

Coswig, am 16. 01. 2024

Wolfgang Thon

Auf Genusstour

„Genusstour“ stand für den 16. September 2023 auf dem Fahrtenplan der Wanderpaddler. Da niemand unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Vorgeschichte zu diesem Fahrtentitel kannte, haben wir uns vom Namen leiten lassen: Die Strecke – insgesamt 42 km – war mit „Pirna – Coswig“ gesetzt. Die Stellschrauben für den Genuss sollten daher die Startzeit und zwei mehr oder weniger kulinarische Höhepunkte werden.

Die Boote hatten wir schon am Vortag nach Pirna gefahren und beim SV Grün-Weiß Pirna e.V. – nochmals herzlichen Dank – eingelagert, so dass wir ganz genüsslich gegen 9.00 Uhr mit der S-Bahn Richtung Pirna starten konnten.

Um 11.00 Uhr waren dann sechs Paddlerinnen und Paddler bei besten Spätsommerwetter auf dem Wasser und es ging auf Richtung Dresden. Vorbei an Schloss Pillnitz, dem Blauen Wunder und den Elbschlössern war der erste Höhepunkt mit dem Fährgarten Johannstadt gegen 13.00 Uhr erreicht. Gestärkt, aber doch etwas träge, paddelten wir dann weiter durch die Dresdner Altstadt – die Gohliser Windmühle mit Kaffeetafel zwar noch nicht im Blick, aber schon in Gedanken. Motiviert durch Kaffee und leckeren Apfelkuchen warteten dann noch die letzten Kilometer bis Coswig auf uns.

Angekommen in Coswig, waren sich alle einig, dass es eine schöne Tour war. Für die Tour im kommenden Jahr ist – mit Blick auf die Streckenlänge – auch schon ein Vorschlag für einen neuen Titel im Raum: Alle freuen sich auf den „Genussmarathon“.

Steffen Lutzke

Erlebnisfahrt im Naturschutzgebiet „Mittlere Mulde“

Die Vereinigte Mulde von Eilenburg bis Bad Düben darf nur vom 16.07. – 31.10. eines jeden Jahres aus Naturschutzgründen von Wassersportlern befahren werden. In unserem Jahresplan war nach drei Jahren Unterbrechung eine solche Fahrt am 16.07.23 wieder vorgesehen. An diesem
Tag trafen sich um 6:30 Uhr zehn Kanuten/innen am Bootshaus. Das Packen desBootstransportanhängers mit den erforderlichen Kajaks dauert schon einige Zeit, außerdem waren wir noch nie so viel Teilnehmer. Pünktlich 7 Uhr konnten die zwei vollbesetzten Pkw starten, ein
weiteres Fahrzeug kam an einem Treffpunkt auf der B 6 hinzu. Ohne Probleme bei fast leerer Fernstraße erreichten wir Eilenburg.

Nach dem Stationieren von zwei Fahrzeugen am Zielort saßen dann alle Teilnehmer um 10 Uhr in den Booten. Nun lagen 29 km naturbelassene Mulde vor uns.

Der Wasserstand war trotz der großen Trockenheit ausreichend. Es gab nur wenig Grundberührungen, meist nur durch Unachtsamkeit. Der gesamte Flusslauf unterliegt keinen menschlichen Eingriffen und ändert sich so mit jedem Hochwasser. Das Erkennen der Fahrrinne erfordert ständige Aufmerksamkeit, denn Schwallstrecken, ruhiges Wasser, Kiesbänke, überspülte Baumstämme und scharfe Kurven wechselten sich ständig ab.

Es wurde nie langweilig und es ist schon erstaunlich, dass es in Mitteldeutschland noch so eine Naturidylle gibt. In den vielen Abbruchkanten des Flussufers nisteten Unmengen von Uferschwalben. Der Ruf des Bienenfressers begleitete uns fasst den gesamten Flusslauf. Über uns kreisten Milane und Bussarde. Am Ufer stolzierten junge Weißstörche. Grau- und Silberreiherbesiedelten die Ufer. Einige wenige Kiebitze gaukelten durch die Lüfte. Mit diesen Eindrücken erreichten wir bald das Fährhaus in Gruna. In dieser paddlerfreundlichen Gaststätte wurden wir trotz oder wegen unserer Sportkleidung freundlich empfangen, Tische zusammengestellt und sehr gut bedient.

Nach geraumer Zeit stiegen wir wieder in die Boote, um den einen Kilometer kürzeren zweiten Teil zu bewältigen. Nach dieser schönen Mittagspause fiel das Paddeln etwas schwerer. Der Fluss ließ aber keine Unaufmerksamkeit zu, weil viele Veränderungen auftraten, ebenso Baumleichen im Wasser lagen und erst kürzlich umgestürzte Bäume unsere Fahrt behinderten.

Da aber meist die erfahrensten Teilnehmer die Gruppe anführten, wurden alle Hindernisse ohne Zwischenfälle passiert. Zeitlich relativ spät erreichten wir das Ziel, den Bootsanleger in Bad Düben.

Nun begannen die unzähligen Handgriffe zur Vorbereitung der Rückreise. Nachdem wieder alles in unserem Bootshaus verstaut war, ging ein langer Paddeltag um 19 Uhr zu Ende.

Wolfgang Thon

Superbedingungen beim Vereinsanpaddeln

Für den 22. 04. hatte der Coswiger Kanuverein sein diesjähriges Anpaddeln angesetzt. Trainiert wurde zwar schon länger und einige Wanderfahrten fanden auch schon vorher statt, aber so eine Vereinsveranstaltung in heimatlicher Umgebung ist immer etwas Besonderes. Gegen Mittag trafen sich die Teilnehmer und Helfer bei schönstem Sonnenschein am Bootshaus. Zirka eine Stunde dauerte es bis die 20 Boote und das Zubehör (Paddel, Spritzdecken und Schwimmwesten) auf die beiden Bootstransportanhänger verstaut waren.

Nach einer konkreten Einweisung des verantwortlichen Trainers verteilten sich die 30 Teilnehmer aller Altersgruppen (6 – 80 Jahre) in die zwei Kleinbusse und 4 PKW. In wenigen Minuten erreichten wir die 8 Kilometer entfernte Einsatzstelle in Dresden-Gohlis.

Beim Einbooten wurde es etwas schlammig, denn die Elbe führte leicht sinkendes Hochwasser.

Bald waren aber alle auf dem Wasser und die Elbe trug uns mit rasanter Strömung bei Rückenwind gen Coswig.

An der Fähre in Kötitz war Sammelpunkt festgelegt, denn die Fahrt durch das buschreiche Inselvorland ist nicht ganz ungefährlich. In langer Reihe folgten Jung und Alt dem Führungsboot durch Gestrüpp und Bäume bis zum Bootssteg.

Alle meisterten die abenteuerliche Durchfahrt. Am Bootshaus hatten inzwischen die fleißigen Helfer die Ankunft vorbereitet. Bei gespendeten Kuchen, Bratwurst und Getränken herrschte noch lange ein geselliges Treiben am Bootshaus. Alle Teilnehmer bedanken sich bei den Kuchenspendern, Helfern und Kraftfahrern für diesen schönen Nachmittag.

Wolfgang Thon

 

Fotos 1,2,3 : Wolfgang Thon,

Fotos 4,5,6: Juliane Hintermeier

 

Paddelausflug in die Lausitz

Nach 4 Jahren Unterbrechung stand wieder einmal die Kleine Elster am Karfreitag in unserem Fahrtenprogramm. Dieser Kleinfluss in Südbrandenburg, schon seit vielen Jahren renaturiert, lässt sich wegen Verkrautung und geringem Wasserstand nur im Frühjahr befahren. Er ist 20 km lang und alle Wehre sind durch Bootsrutschen oder Umgehungsgräben zu passieren. Auch ein Mittagstisch in Maasdorf und der Abschlusskaffee in Neumühl waren bestellt.

Pünktlich um 7 Uhr ging es in Coswig los, denn immerhin waren 80 km bis zum Start in Doberlug-Kirchhain zu fahren. Vorher mussten wir auch noch die Fahrzeuge an Start und Ziel verteilen. Die Mitnahme eines zweiten Bootstransportanhängers durch den Radebeuler Verein ersparte ca. 40
km Fahrweg ein und beruhigte unser schlechtes Benzingewissen einigermaßen. Der Bach hatte einen guten Wasserstand, so dass wir die Fischtreppe kurz nach dem Start gut befahren konnten.

Zügig ging es bei recht trübem Wetter unter Beobachtung vieler Bisamratten und Biber dem Mittagsziel in Maasdorf entgegen.

Rast am Parkschlößchen Maasdorf

Dort waren wir im Hotelrestaurant die erwarteten Gäste. Nach einem luxuriösen Mittagsessen brachen wir bald wieder auf und passierten in kurzer Reihenfolge zwei rustikale Bootsrutschen als Muntermacher. Beim Durchfahren des kleinen Spreewaldes in Wahrenbrück kam die Strömung fasst zum Erliegen. Unsere beiden Slalomfahrer übersprangen das letzte Wehr kurz vor der Mündung in die Schwarze Elster, die drei Wanderpaddler umtrugen es. Auf der gemächlich dahinfließenden Schwarzen Elster paddelten wir noch 2 Kilometer. Dann hieß es am Großwehr in Neumühl aussteigen um uns und die Boote reisefertig zu verpacken.

Zum Abschluss genehmigten wir uns noch einen Kaffee mit hausgebackenem Kuchen im Elsterstübchen und beendeten in Coswig am Bootshaus den 12-Stunden Ausflugstag.

 

Wolfgang Thon
14.04.2023

Wildwasserspaß auf der Freiberger Mulde

Am 11.04.2023, dem Dienstag nach Ostern, trafen wir uns schon 7.30 Uhr am Bootshaus und suchten uns die wildwassertauglichen Boote und Ausrüstung (Helme, Schwimmweste, Wurfsack) aus, die auch verblockten Herausforderungen und Wehrbefahrungen standhalten sollten.

Der leichte Nieselregen dabei konnte unsere Vorfreude auf die Freiberger Mulde nicht trüben, war doch sogar ein Pegelstand von 77 cm angesagt und die Lufttemperatur betrug noch 10 Grad.

Auf der Fahrt zum Zielort in Reinsberg Am Zollhaus verstärkte sich allerdings der Niederschlag noch. Dort prägten wir uns die Gegebenheiten gut ein, damit wir dann den Ausstieg auch nicht verpassen. Weiter ging es mit dem Auto zum Start (zwischen Tuttendorf und Conradsdorf) ca. am Flußkilometer 75.

Hier hatte der Nieselregen schon fast aufgehört und gut in Neoprensachen eingepackt machten uns nun die auf 6 Grad gesunkenen Temperaturen nichts aus und wir starteten um kurz vor 10 Uhr sogar ohne Paddelhandschuhe.

Schon die ersten Wellen und Rückwasser bereiteten uns große Freude und luden uns zum spielen ein.

Beim Flußkilometer 69,2 am Wehr Pappenwerk zwischen Halsbrücke und Rothenfurth umtrugen wir, denn auch die Fischtreppe war nicht befahrbar. Das rote Boot hatte bis dahin verdächtig viel Wasser geschöpft und wir entdeckten hier auch die fehlende Ablaßschraube am Heck, die wir provisorisch durch einen Stock ersetzten. Dennoch war an weiteren Wehrumtragungen das Boot wiederum vom Wasser auszuleeren. Ein Wehr konnten wir sogar problemlos befahren während wir kurz vor Obergruna sogar die Boote ein kleines Stück vom Bootshänger fahren ließen, bis das abgeleitete Wasser wieder in die Mulde mündete.

Die dann folgenden Verblockungen sorgten wieder für reichlich Action und Riesenspaß.

Kurz vor dem Ziel mussten wir ein weiteres Wehr umtragen und kamen so ca. 13 Uhr am Zollhaus an,

wo wir uns bei Sonnenschein umzogen und unseren mit­geführten Imbiß glücklich und zufrieden verzehrten.

Nach einem kurzen gewittrigen Hagelschauer traten wir unsere Heimreise an. Zu Hause erwartete uns wieder sonniges Frühlingswetter. Bei einem gemütlichen Kaffeetrinken ließen wir diese wun­der­schöne Fahrt angemessen ausklingen und dachten so nochmal an die schöne und anspruchs­volle Strecke zurück.

Vielen Dank auch an unseren Organisator, Fahrer, Fahrtenführer und Fotografen Wolfgang Thon, mit dessen Hilfe wir die Umtragungsstellen wesentlich leichter bewältigen konnen.

Margit Grosser